29.09.2026

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Im eigenen Selbst verankert
Die Komplementärtherapie geht davon aus, dass jeder Mensch über eigene Ressourcen und die natürliche Fähigkeit zur Regulation verfügt. Körperzentrierte therapeutische Prozesse fördern die Selbstwahrnehmung, stärken die Selbstregulation und unterstützen die Entwicklung von Genesungkompetenz und Eigenverantwortung. Klient*innen lernen, ihre Körpersignale bewusster wahrzunehmen, Bedürfnisse zu erkennen und ihre Gesundheit aktiv mitzugestalten. Die Methode Ayurveda Therapie beschreibt Gesundheit mit dem Begriff Svastha, was sinngemäss „im eigenen Selbst verankert sein“ bedeutet. Gesundheit entsteht, wenn Körper, Geist und Seele in Harmonie miteinander wirken. Viele Muster die im Verstand verankert sind, stimmen nicht mehr mit unserem Lebenstil überein . Komplementärtherapie unterstützt dabei, die Signale des Körpers wahrzunehmen und Klarheit und Ordnung herzustellen zwischen Kopf und Herz.
Die drei Doshas
Die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha spielen eine zentrale Rolle. Befinden sie sich im Gleichgewicht, werden die natürlichen Funktionen des Körpers unterstützt. Ebenso wichtig sind ein gut funktionierendes Agni, also Verdauung und Stoffwechsel, sowie das Zusammenspiel von Körpergewebe (Dhatus) und Ausscheidungsprozessen (Malas).
Körpermerkmale | Wesensmerkmale | Ausgleichend wirken |
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Körpermerkmale | Wesensmerkmale | Ausgleichend wirken |
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Körpermerkmale | Wesensmerkmale | Ausgleichend wirken |
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Gesundheit ist Individuell
Jeder Mensch bringt eine eigene Lebensgeschichte, verschiedene körperliche Verfassungen und persönliche Herausforderungen mit. Gemeinsam werden individuelle Strategien entwickelt, die zur jeweiligen Lebenssituation passen und die Gesundheit nachhaltig unterstützen.
«Was für den einen Menschen gesund ist, muss für andere nicht automatisch richtig sein. Gesundheit ist individuell.»
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine Klientin mit einer ausgeprägten Kapha-Konstitution kam mit Müdigkeit, fehlender Energie, Verschleimung und Wassereinlagerungen in den Beinen in die Beratung. Kapha steht für Stabilität, Ruhe und Ausdauer. Aus ihrer Sicht lebte sie gesund: Sie schlief ausreichend, ass regelmässig ausgewogene Mahlzeiten, hatte wenig Stress und führte ein ruhiges Familienleben. Diese Lebensführung verstärkte ihre Grundkonstitution, was aus Sicht des Ayurveda nicht optimal ist: Wenn Kapha (Erd- und Wasserelement) überwiegt und dabei ein Mangel an Pitta (Feuerelement) sowie Vata (Luftelement) besteht, kann dies längerfristig zu Schwere, Lethargie und den von der Klientin beschriebenen Symptomen führen. Es fehlen die Dynamik, der Mut und das Feuer von Pitta, wie auch die Flexibilität, die Kreativität und die Leichtigkeit von Vata. Eine zu gleichmässige Tagesstruktur macht den von Natur aus langsameren und erdigen Kapha-Typ träge.
Gemeinsam haben wir kleine Veränderungen für den Alltag entwickelt: mehr Bewegung, bewusst eingeplante Aktivitäten, mehr Abwechslung und eine Anpassung der Essgewohnheiten.
Zusätzlich lernte die Klientin, ihre eigenen Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen. Sie fragte sich, was ihr mehr Schwung und Elan schenkt und welche Veränderungen sie braucht, um dieses Ziel zu erreichen.
Die Ayurveda Therapie stärkt Selbstregulation fördert Ressourcen
Eingesetzt werden dabei: manuelle Behandlungen (trocken oder mit Öl), individuell angepasste Ernährung sowie Anleitungen für einfache Yoga- und Atemübungen und Meditation. Ziel ist, den Energiefluss (Prana) und die individuellen Doshas - Vata, Pitta und Kapha - als bioenergetische Funktionsprinzipien zu regulieren. Therapeut*innen unterstützen Sie dabei, in herausfordernden Lebenssituationen Ihre innere Stabilität zu bewahren und aktiv Einfluss auf ihre Gesundheit zu nehmen.
Fazit
Gesundheit ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dauerhaft behält. Gesundheit ist ein fortlaufender, individueller Weg, geprägt von Wahrnehmung, Anpassung und Entwicklung. Ein gesunder Lebensstil umfasst deshalb nicht nur Ernährung und Bewegung, sondern auch Schlaf, Erholung, bewusste Atmung, Entspannung und einen achtsamen Umgang mit Gedanken und Gefühlen. Ebenso wichtig sind Selbstakzeptanz, sinnvolle Beziehungen sowie die Fähigkeit, eigene Grenzen wahrzunehmen.
Wenn Menschen lernen, ihre Körpersignale zu verstehen, ihre Ressourcen zu nutzen und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen, entsteht die Grundlage für mehr Wohlbefinden, Lebensfreude und innere Balance. Gesund zu sein bedeutet nicht, immer perfekt zu funktionieren, sondern mit sich selbst verbunden zu bleiben und immer wieder den Weg zurück ins eigene Gleichgewicht zu finden.

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Autorinnen:
Vanessa Rahel Metzger, Komplementärtherapeutin mit eidg. Diplom, Methode Ayurveda Therapie, Basel
Monika Claudia Lichtsteiner, Komplementärtherapeutin mit eidg. Diplom, Methode Ayurveda Therapie, Windisch
Mitglieder beim VSAMT Verband für Schweizer Ayurveda-Medizin und Therapie www.vsamt.ch
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