30.07.2026
© Adobe Stock
Wirkung der sanften Berührung
Die Craniosacral Therapie – eine Methode der Komplementärtherapie – arbeitet mit feinen manuellen Impulsen, die die Selbstregulation fördern und das Nervensystem unterstützen. Für Menschen in einer palliativen Situation kann dies bedeutsam sein:
Die Behandlung passt sich den Möglichkeiten und Bedürfnissen der betroffenen Person an – auch bei eingeschränkter Mobilität oder im Bett. Sie lässt sich gut mit medizinischen und pflegerischen Massnahmen kombinieren. Oft genügen kurze, achtsame Impulse, um Entlastung zu schaffen. Viele Betroffene schätzen, dass sie nichts leisten müssen. Sie dürfen einfach da sein – mit allem, was gerade ist.
„Der dadurch entstehende Frieden, den manche Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt umgibt, berührt mich sehr.“

© Cranio Suisse®
Eine sichere Beziehung auf Augenhöhe
Zentral ist eine vertrauensvolle Beziehung. Betroffene werden in ihrer Ganzheit wahrgenommen und respektvoll begleitet. Diese Sicherheit wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann emotional entlasten. Es empfiehlt sich, früh im Palliativprozess mit Komplementärtherapie zu beginnen, damit Vertrauen entstehen kann und die Methode nicht neu ist, wenn die Kräfte schwinden.
Auch Angehörige werden mitgetragen
Wenn ein Mensch Ruhe findet, wirkt sich das oft auch auf das Umfeld aus. Angehörige erleben es als entlastend zu sehen, dass ihre Liebsten Unterstützung und Linderung erfahren. Manchmal beziehen sie selbst die Craniosacral Therapie als Kraftquelle mit ein.
Komplementärtherapie in der Palliative Care – eine sanfte Einladung zu mehr Ruhe, Würde und Lebensqualität, in jedem Moment, der zählt.
"Es gibt sehr viele schöne Momente. Einer davon ist, wenn ein Mensch und dadurch auch sein familiäres Umfeld wieder zur Ruhe kommen darf.»
Autorin:
Cranio Suisse®, Schweizerische Gesellschaft für Craniosacral Therapie
Beitrag teilen